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Der internationale Sponsorenmarkt ist explosionsartig gewachsen.
Es wird geschätzt, dass der weltweite Markt 1984 einen
Umsatz in dieser Branche von 2 Milliarden US$ hatte. 1992
war der Wert bereits auf 9,4 Milliarden US$ und 1997 bereits
auf 18,1 Milliarden US$ angestiegen (Quelle: Sponsorship Research
International). Die Motivation der Sponsoren ist rein kommerziell.
Dies kontrastiert und geht einher mit wohltätigen und
philantrophen Ausgaben des internationalen Handels. Sponsoring
wird als Gegenleistung gesehen zum Zugang zu einer ausbeutbaren
Medienpräsenz, die zu den gesponserten Veranstaltungen
dazugehört. Sponsoring wird in großem Umfang von
allen Firmen der Werbebranche, Zigaretten- und Alkoholindustrie,
Banken, Fahrzeugherstellern, Finanzinstitutionen, Elektronikherstellern,
Einzelhandels-unternehmen und der Reinigungsmittelindustrie
betrieben. Da konventionelle Werbung stetig teuerer wird kann
Sponsoring eine kostengünstigere Möglichkeit darstellen,
ein Massenpublikum zu erreichen. Rundfunk- und Fernseh-, Event-,
Kunst-, Personen- und Starsponsoring sowie deren Vermarktung
sind die am häufigsten verwendeten Mittel des Sponsorings.
Bedingt durch das Wachstum wird das Sponsoring immer mehr
durch die Industrie grenzüberschreitend reguliert. Der
Kodex der internationalen Handelskammer bezüglich des
Sponsorings von November 1992 wurde im Bewusstsein verfasst,
dass Sponsoring bereits zu diesem Zeitpunkt eine große
Bedeutung hatte und von hohem Nutzen für alle beteiligten
Parteien, die Sponsoren, die Organisatoren, die Medien, die
beteiligten Darsteller sowie die Allgemeinheit war. Der Kodex
legte bestimmte Grundprinzipien und Richtlinien für eine
gute Ausführung des Sponsoring und Fairness fest und
schloss auch die existierenden nationalen selbst auferlegten
Regeln mit ein. Er definiert Sponsoring als "jede Art
von Kommunikation, bei der sich ein Sponsor vertraglich verpflichtet,
die Finanzierung oder eine sonstige Unterstützung zu
leisten, um im Gegenzug eine positive Assoziation zwischen
dem Image des Sponsors, seiner Identität, seiner Marke,
seinen Produkten oder seinem Service und dem gesponserten
Event, der gesponserten Aktivität, Organisation oder
Individuum herzustellen". Er schreibt Direktiven eines
fairen Sponsorings vor, beispielsweise dass Sponsoring "klar
und durchschaubar" sein und "die Autonomie des Gesponserten"
und dessen "kreative Freiheit" respektieren soll.
Die Parteien sollten "Imitationen vermeiden (...), wo
solche Imitationen irreführend sind". Im Verhältnis
zwischen den Parteien "sollte besonders auf die Sicherstellung
der speziellen Eigenart der Kunst, der Kultur, des Sport oder
des sonstigen Inhalts des Ereignisses oder der Aktivität
geachtet werden". Im Gegenzug soll nicht "das Image
oder die Marke des Sponsors verdunkelt, verändert, erniedrigt
oder beschmutzt werden". Die Botschaft des Sponsors "soll
nicht bewusst die religiöse, politische, sozial- und
berufsethische Überzeugung des Publikums verletzen".
Es werden besondere Vorkehrungen für Kinder und Heranwachsende
sowie den Schutz für Objekte von künsterischem und
historischen Wert getroffen. Wichtig ist, dass der Kodex vorschreibt,
dass Verträge mit mehreren Sponsoren klar deren jeweilige
Rechte und Pflichten statuieren müssen. Darüber
hinaus macht er Vorschriften zum Verhalten bei Fernseh-, Radio-
und Kinosponsoring sowie die Verpflichtung, umweltbewusst
zu handeln.
Diese Ideale und Disziplinerwartungen spiegeln sich häufig
in nationalen von der Industrie aufgestellten Sponsoring-Regeln
wider, die nicht nur die Interessen der Industrie, sondern
auch die der Öffentlichkeit im Auge haben, um einen hohen
Standard sicherzustellen. Es wird besondere Sogfalt an den
Tag gelegt, um die kommerziellen Interessen des Sponsors und
das vorrangige öffentliche Interesse an der Integrität
der gesponserten Events auszugleichen.
Nationales und internationales Sponsoring, entweder über
Satellit oder aufgrund der internationalen Natur des Events,
wie z.B. Autorennen, Fußball oder Kunst, wird komplexen
Rechtsverhältnissen Vorschub leisten. Die Sorgfalt und
diese Definitionen beeinflussen den Erfolg der Sponsoringverhältnisse.
Verträge, die die Parteien identifizieren und deren Rechte
und Pflichten gegenüber einander definieren und die eingeräumten
Rechte kommerziell nutzbar machen, sind das Fundament dieser
wachsenden Industrie, die Schicht um Schicht Vertragswerke
in diesem verworrenen Gebiet aufstapelt. Das Sponsoring sollte
nicht hauptsächlich in den Händen von Vertretern,
Marketingberatern, Fernsehproduzenten, Impressarios und Managern
liegen. Wenn die Verträge nicht transparent, bindend
und durchsetzbar sind, wird das Sponsoring keinen Erfolg haben.
Es gibt viele Typen von Versicherungs-verträgen, die
diese Risiken verringern und die eine große Rolle in
der Unterstützung des Erfolgs des Sponsorings spielen.
Doch auch diese Versicherungen benötigen eine genaue
Prüfung. Die Parteien müssen sich über die
Gesetzlage, Staat für Staat, informieren, wobei einerseits
das Gesetzesrecht eines Landes und andererseits die Selbstbeschränkungs-regelungen
beachtet werden müssen. Die rechtliche Erforschung der
Gesetze muss auch soweit in die Tiefe gehen, dass das Recht
einzelner Länder innerhalb einer Nation richtig gewürdigt
wird, da dieses oft von Provinz zu Provinz unterschiedlich
ist. Fragen des Rechts des geistigen Eigentums, der Lizenzen,
des Eigentums, des Immobilienrechts, des Wettbewerbrechts,
des Rundfunkrechts, der Verbraucherinformation, des Verbraucherkreditrechts,
der Haftung, der Geheimhaltung, des Gerichtsstandes und des
anwendbaren Rechts stehen in direktem Zusammenhang mit jeder
Form des Sponsorings, national wie international.
Rundfunk- und andere Sponsoringformen erweitern sich, wenn
die Investitionen ansteigen. Zur Zeit nimmt das Sponsoring
nur einen einstelligen Prozentsatz im Rahmen der gesamten
europäischen Werbeausgaben ein. 2/3 der Sponsoringausgaben
werden in Italien, Spanien und Frankreich getätigt und
auch in Holland, Griechenland und Österreich ist das
Sponsoring auf dem Vormarsch. Globale Ereignisse, wie z.B.
der World Cup, sind zu großen Shows geworden und das
Sponsoring ist der Motor, der diesen Erfolg antreibt.
Das von der Europäischen Union herausgegebene Green
Paper zur kommerziellen Kommunikation betrachtet, wie das
Sponsoring die Film- und Fernsehproduktion beleben kann. Events,
die übereuropäisches Interesse hervorrufen, sind
sehr begehrt bei allen Sponsoren. Die Möglichkeit, einen
gemeinsamen Markt für kommerzielle Kommunikation zu errichten,
ist immer noch beschränkt durch die Existenz der verschiedenen
nationalen Rechtssysteme. Die ansteigende Annäherung
der Selbstbeschränkungs-richtlinien, die mit dem Kodex
des ICC von 1992 eingeführt wurden, sollte, zusammen
mit der Satelliten- und digitalen Rundfunktechnik, einen erheblichen
Anstieg der Ausgaben im Bereich des Sponsorings ermöglichen.
Dieses ist eine Entwicklung, an der die EALA (European Advertising
Lawyers' Alliance) glücklich ist, teilnehmen zu können.
Das von der Europäischen Union herausgegebene Green
Paper zur kommerziellen Kommunikation betrachtet, wie
das Sponsoring die Film- und Fernsehproduktion beleben kann.
Events, die übereuropäisches Interesse hervorrufen,
sind sehr begehrt bei allen Sponsoren. Die Möglichkeit,
einen gemeinsamen Markt für kommerzielle Kommunikation
zu errichten, ist immer noch beschränkt durch die Existenz
der verschiedenen nationalen Rechtssysteme. Die ansteigende
Annäherung der Selbstbeschränkungs-richtlinien,
die mit dem Kodex des ICC von 1992 eingeführt wurden,
sollte, zusammen mit der Satelliten- und digitalen Rundfunktechnik,
einen erheblichen Anstieg der Ausgaben im Bereich des Sponsorings
ermöglichen. Dieses ist eine Entwicklung, an der die
EALA (European Advertising Lawyers' Alliance) glücklich
ist, teilnehmen zu können.
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