Neue EU-Erbrechtsverordnung August 2015

Die am 17. August 2015 in Kraft getretene Brüssel IV Verordnung (EU) Nr. 650/2012 (Erbrechtsverordnung) wird zu dem Zweck geltend gemacht, um verschiedene Prinzipien internationalen Privatrechts innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union klarzustellen, welche auf die Hinterbliebenen verstorbener Personen, die Vermögen in einer Anzahl von unterschiedlichen Ländern innerhalb der EU hinterlassen haben, zutreffen. Deren Ziel ist, ein einzelnes, einheitliches System für die Anerkennung des Erb-, Planungs- und Verwaltungsrechts und die Einführung des Europäischen Nachlasszeugnisses (European Certificate of Succession) bereitzustellen. Die Verordnung findet weder in Irland noch im Vereinigten Königreich oder Dänemark Anwendung. Falls zum Zeitpunkt des Errichtens des Testaments, wenn entschieden werden muss, welches Recht anwendbar sein wird und welche Gerichte in Bezug auf das beabsichtigte Testament zuständig sein werden, oder zum Zeitpunkt nach dem Tod des Erblassers irgendeine Verbindung zu Irland besteht, wird es daher wichtig sein, dass Sie mit uns zwecks Unterstützung Kontakt aufnehmen, insbesondere bezüglich folgender Fragen:
1. Eine Überprüfung des „domicile“ des Verstorbenen.
2. Gültigkeit des Testaments.
3. Eine Überprüfung der Erbberechtigung entsprechend des Testaments.
4. Das Einholen von Weisungen des irischen Nachlassgerichts.
5. Der Nachweis der Gültigkeit des Testaments.
6. Die Verwaltung des Nachlasses des Verstorbenen in Irland vor dessen Verteilung.
Duncan Grehan & Partners waren zu diesem Thema Gastgeber einer Tagung der DACH Europäischen Anwaltsvereinigung in Dublin vom 29. bis 31. Mai 2014, als Fachvorträge von Referenten aus Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland und Österreich vorgetragen wurden. Duncan Grehan präsentierte einen Vortrag, in welchem er die irische Rechtslage erläuterte. Falls Sie eine Kopie dieses Vortrags wünschen, senden Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an dgrehan@duncangrehan.com.
Am 22. Mai 2015 stimmte die Bevölkerung Irlands durch Volksentscheid für das 34th Amendment of the Constitution (Marriage Equality) Act, 2015, als es ein Teil irischen Verfassungsrechts wurde, dass die gesetzliche Eheschließung zwischen zwei Personen ohne Unterscheidung ihres Geschlechts erfolgen kann („Marriage may be contracted in accordance with law by two persons without distinction as to their sex”). Diese Bestimmung wird sich weitreichend auf das irische Erbrecht auswirken und schließt sich an das frühere Gesetzesrecht an, durch welches gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch den Civil Partnership and Certain Rights and Obligations of Cohabitants Act, 2010 anerkannt waren.
Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit Duncan Grehan (dgrehan@duncangrehan.com) oder Éadaoin McLoughlin (emcloughlin@duncangrehan.com) auf.