Der Employment Equality Act, 1998

Der Employment Equality Act wurde im Oktober 1999 wirksam. Er stellt Irland eines der fortschrittlichsten Gleichheitsgesetze Europas zur Verfügung, speziell, wenn man diesen Act im Zusammenhang mit dem Equal Status Act 2000 betrachtet. Der Act erweitert die irischen Gesetze über verbotene Diskriminierungen um neun Gründe: Geschlecht, Familienstand, Abstammung, sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit, Alter, Behinderung, Rasse oder Zugehörigkeit zur Gruppe der Travellers. Er definierte darüber hinaus zum ersten Mal Belästigung und sexuelle Belästigung im irischen Recht.

Gemäß dem Act sind alle Arbeitsverträge gehalten, Gleichheitsklauseln und Klauseln zur gleichen Entlohnung zu enthalten. Die Diskriminierung aus einem der oben genannten neun Gründe ist nun illegal in bezug auf ein weites Feld arbeitsverbundener Aktivitäten und Situationen. Dies schließt Diskriminierung durch den Arbeitgeber, durch kollektive Vereinbarungen, diskriminierende Werbung, Diskriminierung durch Arbeitsvermittler, bei der Berufsausbildung und Diskriminierung durch bestimmte Körperschaften einschließlich der Gewerkschaften, Berufsverbände und Wirtschaftsverbände in Bezug auf die Mitgliedschaft und andere Vergünstigungen ein.

Andere erwähnenswerte Punkte umfassen:

  • Der Act ermöglicht, dass Arbeitgeber für sexuelle Belästigungen ihrer Angestellten haftbar gemacht werden können, die von Kunden, Klienten oder Businesspartnern sowie von anderen Angestellten begangen werden. Arbeitgeber können sich dadurch verteidigen, dass sie nachweisen, alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen zu haben, um die sexuelle Belästigung zu verhindern.
  • In Bezug auf die Forderung gleicher Bezahlung ist es nicht mehr notwendig, dass die Vergleichsperson am gleichen Ort wie die Person beschäftigt ist, die die Forderung stellt.
  • Der Act wendet die Verteidigungsmittel entgegengesetzt zu der früheren Arbeitsgesetzgebung an.
  • Indirekte Diskriminierung liegt vor, “wenn Übungen oder Handhabungen, die gegenüber einer Gruppe nicht mehr diskriminierend erscheinen als gegenüber einer anderen, tatsächlich aber einen diskriminierenden Inhalt haben.”
  • Bezahlung wird definiert als Ausschluss von Pensionsrechten.
  • Eine Provision steht im Raum für Arbeitgeber, die “positive Anstrengungen” unternehmen, gleiche Bedingungen an den Arbeitsplätzen zu schaffen.

Der Act gibt die Möglichkeit, Ausnahmen von den Diskriminierungsgründen zuzulassen. Zum Beispiel bieten viele Arbeitgeber Arbeitnehmern mit einer höheren Qualifikation höhere Gehälter an, was nach dem Act zulässig ist. Für weitere Informationen zu jeglichen Ausnahmen sollten sie uns unter der unten angegebenen Adresse kontaktieren.

Der Act gründete die Equality Authority, die an der Eliminierung von Diskriminierungen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Arbeitsplatzes arbeitet. Beschwerden aufgrund des Acts sind zunächst an den Director of Equality Investigations zu richten, der Beschlüsse über eine gleiche Bezahlung machen und die Zahlung des Rückstandes der letzten drei Jahre, im Falle der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts der letzten sechs Jahre, veranlassen kann. Er kann ähnliche Beschlüsse fassen in Fällen der Gleichbehandlung und in Kündigungsfällen. Hier kann er die Wiedereinstellung oder wahlweise eine Abfindung anordnen. Es besteht in allen Fällen ein Recht zur Berufung gegen diese Entscheidungen vor dem Circuit Court. Die Beschwerden aufgrund des Acts haben von Jahr zu Jahr seit seiner Einführung zugenommen; im Durchschnitt sind es pro Jahr 300.

Für weitere Informationen über den Employment Equality Act, 1998 oder sonstige Aspekte des Arbeitsrechts nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.